30. Juli, 2026

HEILPFLANZEN

Baldrian: Wirkung, Anwendung, Dosierung und Nebenwirkungen einfach erklärt

Kurz erklärt

Baldrian (Valeriana officinalis) ist eine der bekanntesten Heilpflanzen zur Behandlung leichter nervöser Anspannung und zur Unterstützung des Schlafs. Medizinisch verwendet werden die getrockneten Wurzeln und Wurzelstöcke sowie daraus hergestellte Extrakte. Die Wirkung entwickelt sich meist erst nach regelmäßiger Einnahme über mehrere Tage oder Wochen. Dosierung, Wirksamkeit und Anwendungsgebiet hängen entscheidend von der jeweiligen Zubereitung ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Baldrian wird vor allem bei leichter nervöser Anspannung und zur Unterstützung des Schlafs eingesetzt.
  • Arzneilich verwendet werden die Wurzel und der Wurzelstock des Echten Baldrians (Valeriana officinalis).
  • Die Wirkung beruht auf dem Zusammenspiel zahlreicher Pflanzenstoffe und setzt häufig erst nach regelmäßiger Anwendung ein.
  • Nicht alle Baldrianpräparate sind gleich. Extrakte, Tees und Tinkturen unterscheiden sich in Herstellung, Zusammensetzung und Dosierung.
  • Baldrian gilt bei bestimmungsgemäßer Anwendung meist als gut verträglich, kann jedoch unter anderem Müdigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Baldrian?

Baldrian gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen Europas und wird seit Jahrhunderten bei Unruhe und Schlafproblemen verwendet. Medizinisch genutzt wird vor allem der Echte Baldrian (Valeriana officinalis), eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Geißblattgewächse. Sie wächst in weiten Teilen Europas und Asiens bevorzugt auf feuchten Wiesen, an Bachläufen und Waldrändern.

 

Während die Pflanze im Sommer mit ihren weiß bis rosafarbenen Blüten auffällt, befinden sich die medizinisch bedeutsamen Inhaltsstoffe überwiegend in den unterirdischen Pflanzenteilen. Für pflanzliche Arzneimittel werden die getrockneten Wurzeln, der Wurzelstock sowie teilweise die feinen Ausläufer verwendet. Aus ihnen entstehen Arzneitees, Tinkturen, Flüssigextrakte oder standardisierte Trockenextrakte.

 

Heute zählt Baldrian zu den wichtigsten pflanzlichen Arzneidrogen gegen leichte nervöse Anspannung und vorübergehende Schlafprobleme. Anders als viele Menschen vermuten, wirkt jedoch nicht die gesamte Pflanze gleichermaßen. Entscheidend sind vielmehr die verwendeten Pflanzenteile, deren Qualität sowie die anschließende pharmazeutische Verarbeitung.

 

Die Baldrianwurzel enthält zahlreiche natürliche Inhaltsstoffe. Dazu gehören unter anderem ätherische Öle, Valerensäuren, Sesquiterpene, Lignane sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Welche Stoffe tatsächlich im späteren Arzneimittel enthalten sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einfluss haben beispielsweise die Pflanzenart, der Erntezeitpunkt, die Trocknung und insbesondere das verwendete Extraktionsverfahren.

 

Deshalb unterscheiden sich Baldrianpräparate teilweise deutlich voneinander. Ein konzentrierter Trockenextrakt besitzt eine andere Zusammensetzung als ein Arzneitee oder eine Tinktur. Ergebnisse wissenschaftlicher Studien lassen sich daher nicht automatisch auf jedes Baldrianprodukt übertragen.

 

Baldrian gehört zu den sogenannten Phytopharmaka, also pflanzlichen Arzneimitteln. Für zugelassene oder registrierte Präparate gelten strenge Anforderungen an Qualität, Herstellung und Zusammensetzung. Die verwendeten Pflanzen müssen eindeutig bestimmt werden, außerdem werden Reinheit, Wirkstoffprofil und mögliche Verunreinigungen kontrolliert.

 

Viele Arzneimittel enthalten ausschließlich Baldrian. Daneben existieren zahlreiche Kombinationen mit weiteren Heilpflanzen wie Hopfen, Melisse oder Passionsblume. Solche Präparate müssen jedoch eigenständig bewertet werden. Die Wirksamkeit eines reinen Baldrianextrakts lässt sich nicht ohne Weiteres auf eine Kombination mehrerer Heilpflanzen übertragen.

 

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) bewertet Baldrian seit vielen Jahren wissenschaftlich. Das zuständige Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) unterscheidet dabei zwischen genau definierten Extrakten mit medizinisch etablierter Anwendung und traditionell verwendeten pflanzlichen Arzneimitteln. Diese Einordnung bildet heute die Grundlage vieler Baldrian-Arzneimittel in Europa.

Definition von Baldrian

Unter Baldrian versteht man im medizinischen Zusammenhang hauptsächlich die Arzneidroge des Echten Baldrians (Valeriana officinalis). Verwendet werden die getrockneten unterirdischen Pflanzenteile, aus denen unterschiedliche pflanzliche Arzneimittel hergestellt werden.

 

Der Begriff Baldrian wird im Alltag allerdings unterschiedlich verwendet. Er kann die lebende Pflanze, die getrocknete Wurzel, einen daraus gewonnenen Extrakt oder ein fertiges Arzneimittel bezeichnen. Medizinisch ist diese Unterscheidung wichtig, da sich Zusammensetzung, Dosierung und wissenschaftliche Bewertung erheblich unterscheiden können.

 

Einfach erklärt ist Baldrian also keine einzelne chemische Substanz, sondern eine Heilpflanze, deren Wurzel zahlreiche natürliche Inhaltsstoffe enthält. Diese werden in Arzneimitteln gezielt genutzt, um leichte nervöse Anspannung zu lindern oder den natürlichen Schlaf zu unterstützen.

 

Zu den bekanntesten Inhaltsstoffen gehören die Valerensäuren, verschiedene Bestandteile des ätherischen Öls sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Valerensäuren dienen häufig als sogenannte Markersubstanzen. Sie ermöglichen eine analytische Qualitätskontrolle eines Extrakts, sind jedoch nicht allein für dessen gesamte Wirkung verantwortlich.

 

Das erklärt auch, weshalb zwei Baldrianpräparate trotz gleicher Milligrammangabe nicht automatisch vergleichbar sind. Die Zusammensetzung eines Extrakts hängt wesentlich vom verwendeten Lösungsmittel und vom Herstellungsverfahren ab. Ein ethanolischer Trockenextrakt enthält beispielsweise andere Inhaltsstoffe als ein wässriger Arzneitee.

 

In der modernen Phytotherapie spielen deshalb standardisierte Herstellungsverfahren eine zentrale Rolle. Ziel ist es, Arzneimittel mit möglichst gleichbleibender Qualität und reproduzierbarer Zusammensetzung herzustellen. Dennoch bleiben verschiedene Baldrianextrakte eigenständige Zubereitungen, deren Wirksamkeit jeweils separat untersucht werden muss.

 

Neben Arzneimitteln werden baldrianhaltige Produkte auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Diese unterliegen jedoch dem Lebensmittelrecht und müssen keine therapeutische Wirksamkeit nachweisen. Deshalb sollten Nahrungsergänzungsmittel nicht mit pflanzlichen Arzneimitteln gleichgesetzt werden.

Baldrian auf einen Blick

Merkmal

Beschreibung

Botanischer Name

Pflanzenfamilie

Medizinisch verwendeter Pflanzenteil

Typische Inhaltsstoffe

Häufige Anwendung

Darreichungsformen

Valeriana officinalis

Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Wurzel und Wurzelstock

Valerensäuren, ätherisches Öl, Sesquiterpene, Lignane

Leichte nervöse Anspannung und Unterstützung des Schlafs

Tabletten, Kapseln, Dragees, Tropfen, Tinkturen und Arzneitees

Wie wirkt Baldrian?

Baldrian zählt zu den am besten untersuchten europäischen Heilpflanzen im Bereich der Phytotherapie. Trotz zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen ist bis heute jedoch nicht vollständig geklärt, auf welche Weise die Pflanze ihre beruhigenden Eigenschaften entfaltet.

 

Anders als klassische Arzneistoffe besteht Baldrian nicht aus einem einzelnen Wirkstoff. Vielmehr enthält die Wurzel ein komplexes Gemisch zahlreicher natürlicher Inhaltsstoffe, die vermutlich gemeinsam zur Wirkung beitragen. Fachleute sprechen deshalb von einem Vielstoffgemisch.

 

Zu den intensiv untersuchten Bestandteilen gehören Valerensäuren sowie verschiedene Bestandteile des ätherischen Öls. Laboruntersuchungen deuten darauf hin, dass einzelne Inhaltsstoffe möglicherweise die Signalübertragung des körpereigenen Botenstoffs Gamma-Aminobuttersäure (GABA) beeinflussen können. GABA wirkt im zentralen Nervensystem hemmend und spielt eine wichtige Rolle bei Entspannung und Schlaf.

 

Aus solchen Laborergebnissen lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, wie gut ein Baldrianpräparat beim Menschen wirkt. Zell- und Tierexperimente können zwar mögliche Wirkmechanismen erklären, ersetzen aber keine klinischen Studien.

 

Für die medizinische Bewertung sind deshalb Untersuchungen an Menschen entscheidend. Hier zeigt sich ein differenziertes Bild. Einige Studien berichten über Verbesserungen der subjektiv empfundenen Schlafqualität oder ein leichteres Einschlafen. Andere Untersuchungen konnten dagegen keine eindeutigen Vorteile gegenüber einem Placebo nachweisen.

 

Ein wesentlicher Grund für diese unterschiedlichen Ergebnisse liegt in den verwendeten Präparaten. In den Studien kamen verschiedene Extrakte, Dosierungen, Behandlungszeiträume und Patientengruppen zum Einsatz. Dadurch lassen sich die Ergebnisse nur eingeschränkt miteinander vergleichen.

 

Baldrian wirkt außerdem nicht wie ein klassisches Schlafmittel mit sofortigem Wirkungseintritt. Vielmehr entwickelt sich die mögliche Wirkung häufig erst nach regelmäßiger Anwendung über mehrere Tage oder Wochen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass Baldrian nicht als Akuttherapie einer einzelnen schlaflosen Nacht betrachtet werden sollte.

 

Ebenso wichtig ist die Unterscheidung zwischen subjektiver und objektiver Schlafverbesserung. Manche Menschen berichten über einen erholsameren Schlaf, obwohl sich objektive Messwerte wie Einschlafzeit oder Gesamtschlafdauer kaum verändern. Beide Aspekte sind für die wissenschaftliche Bewertung relevant und erklären mit, weshalb die Studienlage insgesamt als uneinheitlich gilt.

Anwendung und Dosierung von Baldrian

Baldrian wird vor allem bei leichter nervöser Anspannung und zur Unterstützung des Schlafs angewendet. Welche Anwendung vorgesehen ist, hängt vom jeweiligen Präparat und dessen Zulassung oder Registrierung ab. Maßgeblich sind deshalb immer die Dosierungsangaben in der Packungsbeilage.

 

Bei Schlafproblemen werden viele Baldrianpräparate etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Zubettgehen eingenommen. Je nach Arzneimittel kann zusätzlich eine frühere Einnahme am Abend vorgesehen sein. Da sich die mögliche Wirkung meist nicht unmittelbar nach einer einzelnen Einnahme beurteilen lässt, sollte die Dosis nicht eigenständig erhöht werden.

 

Bei leichter nervöser Anspannung kann je nach Präparat eine mehrmalige Einnahme über den Tag verteilt vorgesehen sein. Trockenextrakte, Tinkturen, Flüssigextrakte und Arzneitees unterscheiden sich jedoch erheblich in ihrer Zusammensetzung und Konzentration. Eine allgemeingültige Dosierung für sämtliche Baldrianprodukte gibt es daher nicht.

 

Für einen genau definierten Trockenextrakt aus Baldrianwurzel nennt die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eine Einzeldosis von 400 bis 600 Milligramm. Bei leichter nervöser Anspannung kann dieser Extrakt bis zu dreimal täglich eingenommen werden. Zur Unterstützung des Schlafs empfiehlt die EMA eine Einzeldosis 30 bis 60 Minuten vor dem Zubettgehen; bei Bedarf kann bereits früher am Abend eine weitere Dosis eingenommen werden. Diese Dosierung gilt ausschließlich für den in der EMA-Monographie beschriebenen Trockenextrakt und darf nicht auf andere Baldrianpräparate übertragen werden.

 

Diese Dosierungsangaben gelten ausschließlich für den in der EMA-Monographie beschriebenen Extrakt. Sie dürfen nicht auf anders hergestellte Trockenextrakte, Tinkturen, Tees, Nahrungsergänzungsmittel oder Kombinationspräparate übertragen werden.

 

Für einen Arzneitee aus zerkleinerter Baldrianwurzel nennt die EMA eine Einzeldosis von 0,3 bis 3 Gramm Pflanzenmaterial auf 150 Milliliter kochendes Wasser. Auch diese Angabe gilt nur für entsprechend zusammengesetzte Arzneizubereitungen und ersetzt nicht die Dosierungsanleitung des verwendeten Produkts.

Dosierung von Baldrian

Zubereitung

Dosierung und Anwendung

Definierter Trockenextrakt aus Baldrianwurzel






Arzneitee aus zerkleinerter Baldrianwurzel



Andere Trocken- oder Flüssigextrakte



Kombinationspräparate

400–600 mg je Einzeldosis. Bei leichter nervöser Anspannung bis zu dreimal täglich. Zur Unterstützung des Schlafs 30–60 Minuten vor dem Zubettgehen; bei Bedarf kann eine frühere Dosis am Abend eingenommen werden. Die Dosierung gilt ausschließlich für den in der EMA-Monographie beschriebenen Trockenextrakt.

0,3–3 g auf 150 ml kochendes Wasser. Die Anwendung richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsgebiet. Die Dosierung gilt nur für Arzneitees dieser Zusammensetzung.

Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Die Dosierung richtet sich nach den Angaben des jeweiligen Arzneimittels. Extrakte sind nicht direkt miteinander vergleichbar.

Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Maßgeblich sind ausschließlich die Angaben in der Packungsbeilage. Dosierungen von Baldrian-Monopräparaten dürfen nicht auf Kombinationspräparate übertragen werden.

Hinweis: Die genannten Dosierungen beruhen auf den Empfehlungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für die jeweils beschriebenen Zubereitungen. Baldrianextrakte unterscheiden sich in ihrer Herstellung und Zusammensetzung. Deshalb lassen sich Dosierungen verschiedener Präparate nicht direkt miteinander vergleichen. Maßgeblich sind immer die Angaben in der Packungsbeilage des jeweiligen Arzneimittels.

Die Tabelle dient lediglich der Orientierung. Für die richtige Dosierung sind unter anderem die Art der Zubereitung, das verwendete Extraktionsmittel und das Droge-Extrakt-Verhältnis entscheidend. Maßgeblich sind deshalb immer die Angaben des jeweiligen pflanzlichen Arzneimittels.

 

Die mögliche Wirkung entwickelt sich häufig erst nach regelmäßiger Anwendung. Für bestimmte Baldrianpräparate empfiehlt die EMA eine Einnahme über zwei bis vier Wochen, um einen optimalen Behandlungseffekt zu erreichen. Bleiben die Beschwerden länger als zwei Wochen bestehen oder verschlechtern sie sich, sollte ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden.

 

Baldrian eignet sich nicht für jede Form von Schlafstörung. Anhaltende Schlafprobleme können beispielsweise durch psychische Belastungen, Depressionen, Angststörungen, Schmerzen, hormonelle Veränderungen, nächtliche Atemstörungen oder andere Erkrankungen verursacht werden. Eine länger dauernde Selbstbehandlung ohne Abklärung der Ursache ist deshalb nicht sinnvoll.

 

Viele Baldrianpräparate sind für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren vorgesehen. Für jüngere Kinder wird die Anwendung aufgrund unzureichender Daten in der Regel nicht empfohlen. Das empfohlene Mindestalter kann sich jedoch je nach Präparat unterscheiden.

 

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Baldrian mangels ausreichender Sicherheitsdaten nur nach ärztlicher Rücksprache angewendet werden. Das gilt auch für Menschen, die gleichzeitig Schlaf- oder Beruhigungsmittel einnehmen. In solchen Fällen kann eine zusätzliche Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit nicht ausgeschlossen werden.

 

Auch Alkohol kann die beruhigende Wirkung verstärken und die Reaktionsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen. Während der Anwendung sollte deshalb möglichst auf alkoholische Getränke verzichtet werden. Wer sich nach der Einnahme müde oder benommen fühlt, sollte kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.

Baldrianwurzel oder Baldrianextrakt – wo liegt der Unterschied?

Die Begriffe Baldrianwurzel und Baldrianextrakt werden häufig gleichbedeutend verwendet, bezeichnen jedoch unterschiedliche Dinge. Die Baldrianwurzel ist die getrocknete Arzneidroge, also der pflanzliche Ausgangsstoff. Ein Baldrianextrakt entsteht dagegen erst durch ein pharmazeutisches Herstellungsverfahren, bei dem bestimmte Inhaltsstoffe mit Wasser, Ethanol oder anderen geeigneten Lösungsmitteln aus der Wurzel gelöst und anschließend konzentriert werden.

 

Je nach Herstellungsverfahren verändert sich die Zusammensetzung des späteren Extrakts erheblich. Selbst wenn zwei Präparate die gleiche Menge Baldrianextrakt enthalten, können sie sich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe deutlich unterscheiden. Deshalb lassen sich Dosierungen und Studienergebnisse verschiedener Extrakte nicht ohne Weiteres miteinander vergleichen.

 

In wissenschaftlichen Untersuchungen wird deshalb immer genau beschrieben, welcher Extrakt verwendet wurde. Dazu gehören unter anderem das Droge-Extrakt-Verhältnis, das verwendete Auszugsmittel und die Art der Herstellung. Erst diese Angaben ermöglichen eine sinnvolle Einordnung der Ergebnisse.

 

Für Verbraucher bedeutet das: Die Milligrammangabe auf einer Packung allein sagt wenig über die tatsächliche Zusammensetzung oder Vergleichbarkeit eines Präparats aus. Entscheidend ist immer, auf welchen Extrakt sich diese Angabe bezieht.

Unterschied zwischen Baldrian und Baldrian-Arzneimitteln

Im Alltag wird häufig nicht zwischen der Heilpflanze Baldrian und einem Baldrian-Arzneimittel unterschieden. Aus medizinischer Sicht handelt es sich jedoch um verschiedene Ebenen.

 

Baldrian bezeichnet zunächst die Heilpflanze selbst. Erst durch die Verarbeitung der Baldrianwurzel entstehen Arzneizubereitungen wie Trockenextrakte, Flüssigextrakte, Tinkturen oder Arzneitees. Werden diese nach den arzneimittelrechtlichen Vorgaben hergestellt und vertrieben, spricht man von pflanzlichen Arzneimitteln beziehungsweise Phytopharmaka.

 

Für zugelassene oder registrierte Baldrian-Arzneimittel gelten umfangreiche Qualitätsanforderungen. Die verwendeten Pflanzen müssen eindeutig bestimmt werden, außerdem werden Identität, Reinheit, Gehalt charakteristischer Inhaltsstoffe sowie mögliche Verunreinigungen kontrolliert. Ziel ist eine möglichst gleichbleibende Qualität jeder Charge.

 

Demgegenüber unterliegen Nahrungsergänzungsmittel anderen rechtlichen Vorgaben. Sie dienen der Ergänzung der Ernährung und müssen keine therapeutische Wirksamkeit nachweisen. Deshalb sollten baldrianhaltige Nahrungsergänzungsmittel nicht mit pflanzlichen Arzneimitteln gleichgesetzt werden.

 

Auch die wissenschaftliche Bewertung unterscheidet sich. Aussagen zur Wirksamkeit beziehen sich in der Regel auf genau definierte Arzneimittel oder Extrakte und nicht auf sämtliche Produkte, die Baldrian enthalten. Deshalb lohnt sich beim Kauf ein Blick darauf, ob es sich um ein pflanzliches Arzneimittel oder lediglich um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt.

Welche Baldrianpräparate kommen zum Einsatz?

Baldrian ist in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Welche Zubereitung infrage kommt, hängt unter anderem vom Anwendungsgebiet, der gewünschten Dosierung und den persönlichen Vorlieben ab. Die häufigsten Formen sind Tabletten, Kapseln, Dragees, Tropfen und Arzneitees.

 

Am häufigsten werden heute standardisierte Trockenextrakte verwendet. Sie enthalten einen definierten Auszug aus der Baldrianwurzel und ermöglichen eine möglichst gleichbleibende Qualität und Zusammensetzung. Dadurch lassen sich Dosierung und Anwendung besser standardisieren als bei vielen anderen Zubereitungen.

 

Arzneitees bestehen aus der zerkleinerten Baldrianwurzel und werden traditionell bei leichter nervöser Anspannung oder zur Unterstützung des Schlafs eingesetzt. Da die Zusammensetzung eines Tees von Faktoren wie Ziehzeit, Wassertemperatur und Pflanzenmaterial beeinflusst wird, kann sie stärker schwanken als bei standardisierten Extrakten.

 

Daneben gibt es flüssige Zubereitungen wie Tropfen oder Tinkturen. Sie enthalten Baldrianextrakte unterschiedlicher Konzentration und werden je nach Präparat unterschiedlich dosiert. Welche Darreichungsform die geeignetste ist, lässt sich daher nicht pauschal beantworten.

 

Neben Monopräparaten sind zahlreiche Kombinationspräparate erhältlich. Häufig werden Baldrian und Hopfen miteinander kombiniert, teilweise auch mit Melisse oder Passionsblume. Für solche Kombinationen gelten jeweils die Angaben des Herstellers sowie die wissenschaftliche Bewertung des konkreten Arzneimittels. Ergebnisse von Studien zu Baldrian-Monopräparaten können nicht ohne Weiteres auf Kombinationspräparate übertragen werden.

 

Entscheidend ist deshalb weniger die Darreichungsform als die Qualität des jeweiligen Arzneimittels. Für pflanzliche Arzneimittel gelten strenge Anforderungen an Herstellung, Qualität und Reinheit. Nahrungsergänzungsmittel unterliegen dagegen anderen rechtlichen Vorgaben und müssen ihre therapeutische Wirksamkeit nicht nachweisen.

Ist die Wirkung von Baldrian wissenschaftlich anerkannt?

Baldrian gehört zu den am besten untersuchten Heilpflanzen Europas. Dennoch fällt die wissenschaftliche Bewertung differenziert aus. Ob eine Wirkung als belegt gilt, hängt sowohl von der verwendeten Zubereitung als auch vom jeweiligen Anwendungsgebiet ab.

 

Das Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur unterscheidet zwischen Präparaten mit medizinisch etablierter Anwendung (Well-established Use) und traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln (Traditional Use). Während für bestimmte Baldrianextrakte klinische Daten zur Anwendung vorliegen, beruht die traditionelle Registrierung vor allem auf einer langjährigen medizinischen Verwendung sowie einer plausiblen Anwendung und einem ausreichenden Sicherheitsprofil.

 

Eine traditionelle Registrierung ist jedoch kein gleichwertiger Ersatz für einen umfassenden Wirksamkeitsnachweis durch moderne klinische Studien. Auch eine medizinisch etablierte Anwendung bezieht sich immer auf genau definierte Zubereitungen und darf nicht auf alle Baldrianprodukte übertragen werden.

 

Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu Baldrian kommen insgesamt zu unterschiedlichen Ergebnissen. Einige Studien berichten über Verbesserungen der subjektiv empfundenen Schlafqualität oder ein leichteres Einschlafen. Andere Untersuchungen konnten dagegen keine eindeutigen Vorteile gegenüber einem Placebo nachweisen.

 

Ein wesentlicher Grund für diese Unterschiede liegt in den verschiedenen Studienbedingungen. Untersucht wurden unterschiedliche Extrakte, Dosierungen, Behandlungszeiträume und Patientengruppen. Dadurch lassen sich die Ergebnisse nur eingeschränkt miteinander vergleichen.

 

Eine 2024 veröffentlichte Umbrella-Review, die acht systematische Übersichtsarbeiten einschloss, bewertete das Sicherheitsprofil von Baldrian insgesamt als günstig. Gleichzeitig fanden die Autoren keine überzeugenden Belege dafür, dass Baldrian eine diagnostizierte Insomnie zuverlässig verbessert.

 

Das bedeutet nicht, dass einzelne Menschen keine positive Wirkung wahrnehmen können. Bei leichten und vorübergehenden Schlafproblemen kann ein zeitlich begrenzter Behandlungsversuch mit einem geeigneten Baldrian-Arzneimittel sinnvoll sein. Wie wahrscheinlich und wie stark ein Nutzen ausfällt, lässt sich anhand der bisherigen Studien jedoch nicht zuverlässig vorhersagen.

 

Bei einer diagnostizierten Insomnie empfiehlt die aktuelle deutsche S3-Leitlinie die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) als Behandlung der ersten Wahl. Eine Behandlung der Insomnie mit Phytopharmaka wird aufgrund der derzeit verfügbaren Evidenz nicht empfohlen.

Vorteile, Nebenwirkungen und Grenzen von Baldrian

Baldrian gilt bei bestimmungsgemäßer Anwendung im Allgemeinen als gut verträglich. Schwere Nebenwirkungen sind selten. Dennoch handelt es sich um ein Arzneimittel, das – wie jedes andere Medikament – unerwünschte Wirkungen hervorrufen kann.

 

Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Müdigkeit, Benommenheit, Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen. Gelegentlich berichten Anwender auch über Schwindel oder eine verminderte Konzentrationsfähigkeit. Treten solche Beschwerden auf, sollte die weitere Anwendung ärztlich oder pharmazeutisch abgeklärt werden.

 

Während der Einnahme kann die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt sein. Das gilt insbesondere in den ersten Tagen der Anwendung oder in Kombination mit anderen beruhigenden Arzneimitteln. Wer sich nach der Einnahme müde oder benommen fühlt, sollte kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.

 

Baldrian kann außerdem Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln haben, die beruhigend oder schlaffördernd wirken. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Schlafmittel, Beruhigungsmittel oder einige Arzneimittel gegen Angststörungen. Vor einer gleichzeitigen Anwendung sollte deshalb ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden.

 

Für Schwangere, Stillende und Kinder unter zwölf Jahren liegen bislang keine ausreichenden Daten zur Sicherheit vor. Daher wird die Anwendung in diesen Personengruppen in der Regel nicht empfohlen, sofern keine ärztliche Empfehlung vorliegt.

 

Zu den Vorteilen von Baldrian gehört, dass die Heilpflanze seit langer Zeit medizinisch verwendet wird und bei bestimmungsgemäßer Anwendung ein günstiges Sicherheitsprofil aufweist. Gleichzeitig sollten die Erwartungen realistisch bleiben. Baldrian wirkt nicht bei jedem Menschen gleich gut, ersetzt keine leitliniengerechte Behandlung chronischer Schlafstörungen und sollte nicht als Akuttherapie einer einzelnen schlaflosen Nacht eingesetzt werden.

 

Auch die Qualität des gewählten Präparats spielt eine wichtige Rolle. Aussagen zur Wirksamkeit beziehen sich in der Regel auf genau definierte Arzneimittel und nicht auf sämtliche Produkte mit Baldrian. Deshalb empfiehlt es sich, bevorzugt pflanzliche Arzneimittel zu verwenden, deren Qualität und Zusammensetzung nach arzneimittelrechtlichen Vorgaben geprüft wurden.

Häufig gestellte Fragen

Hilft Baldrian sofort beim Einschlafen?

Nein. Baldrian wirkt in der Regel nicht wie ein klassisches Schlafmittel mit sofortigem Wirkungseintritt. Die mögliche Wirkung entwickelt sich häufig erst nach einer regelmäßigen Anwendung über mehrere Tage oder Wochen. Für bestimmte Baldrianpräparate empfiehlt die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eine Einnahme über zwei bis vier Wochen, um einen optimalen Behandlungseffekt zu erreichen.

Wie lange darf Baldrian eingenommen werden?

Für bestimmte Baldrianpräparate empfiehlt die EMA eine regelmäßige Anwendung über zwei bis vier Wochen. Bleiben die Beschwerden länger als zwei Wochen bestehen oder verschlechtern sie sich, sollte ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden. Eine länger dauernde Selbstbehandlung ohne Abklärung der Ursache ist insbesondere bei anhaltenden Schlafproblemen nicht sinnvoll.

Macht Baldrian abhängig?

Nach dem heutigen Kenntnisstand besteht bei bestimmungsgemäßer Anwendung kein Hinweis darauf, dass Baldrian körperlich abhängig macht. Dennoch sollte das Arzneimittel ausschließlich entsprechend der Packungsbeilage oder nach ärztlicher beziehungsweise pharmazeutischer Empfehlung angewendet werden.

Kann Baldrian zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden?

Grundsätzlich sind Wechselwirkungen möglich. Insbesondere bei gleichzeitig eingenommenen Schlaf-, Beruhigungs- oder angstlösenden Arzneimitteln sollte die Anwendung vorher ärztlich oder pharmazeutisch abgeklärt werden.

Ist Baldrian in der Schwangerschaft oder Stillzeit geeignet?

Für Schwangere und Stillende liegen bislang keine ausreichenden Daten zur Sicherheit vor. Deshalb wird eine Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit in der Regel nicht empfohlen, sofern keine ärztliche Empfehlung vorliegt.

Ist Baldrian wissenschaftlich anerkannt?

Ja, allerdings nicht uneingeschränkt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur bewertet bestimmte Baldrianzubereitungen als medizinisch etabliert oder traditionell verwendet. Gleichzeitig ist die Studienlage zur Wirksamkeit bei Schlafstörungen insgesamt uneinheitlich. Bei einer diagnostizierten Insomnie empfiehlt die aktuelle deutsche S3-Leitlinie eine kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) als Behandlung der ersten Wahl.

Fazit

Baldrian gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen Europas und wird seit vielen Jahren bei leichter nervöser Anspannung sowie zur Unterstützung des Schlafs eingesetzt. Pflanzliche Arzneimittel mit Baldrian gelten bei bestimmungsgemäßer Anwendung als gut verträglich und verfügen über ein günstiges Sicherheitsprofil.

 

Die wissenschaftliche Evidenz zur Wirksamkeit ist jedoch uneinheitlich. Einzelne Studien zeigen positive Effekte auf die subjektive Schlafqualität, während andere keinen eindeutigen Vorteil gegenüber Placebo nachweisen konnten. Aussagen zur Wirksamkeit gelten zudem immer nur für die jeweils untersuchten Baldrianpräparate und lassen sich nicht auf alle Produkte übertragen.

 

Wer Baldrian anwenden möchte, sollte daher ein zugelassenes pflanzliches Arzneimittel wählen und die Dosierung nach den Angaben der Packungsbeilage einhalten. Bei anhaltenden oder wiederkehrenden Schlafproblemen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll, da auch andere Ursachen hinter den Beschwerden stehen können.

Quellen und weiterführende Informationen

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Pflanzliche Arzneimittel können Nebenwirkungen verursachen und mit anderen Medikamenten wechselwirken. Lesen Sie vor der Anwendung stets die Packungsbeilage und wenden Sie sich bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden an eine Ärztin, einen Arzt oder Ihre Apotheke.

Werden Sie Teil von Phytopharmaka.org

 

Phytopharmaka.org entwickelt sich zu einer zentralen Wissens- und Branchenplattform für pflanzliche Arzneimittel. Wir freuen uns über den Austausch mit Ärzten, Apothekern, Wissenschaftlern, Herstellern, Fachgesellschaften und weiteren Akteuren aus dem Gesundheitswesen.

 

Sie möchten einen Fachbeitrag veröffentlichen, eine Studie vorstellen, Ihr Unternehmen präsentieren oder eine Kooperation besprechen? Dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht. Einfach E-Mail an:

Definierter Trockenextrakt aus Baldrianwurzel





Arzneitee aus zerkleinerter Baldrianwurzel



Andere Trocken- oder Flüssigextrakte



Kombinationspräparate

400–600 mg je Einzeldosis. Bei leichter nervöser Anspannung bis zu dreimal täglich. Zur Unterstützung des Schlafs 30–60 Minuten vor dem Zubettgehen; bei Bedarf kann eine frühere Dosis am Abend eingenommen werden. Die Dosierung gilt ausschließlich für den in der EMA-Monographie beschriebenen Trockenextrakt.

0,3–3 g auf 150 ml kochendes Wasser. Die Anwendung richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsgebiet. Die Dosierung gilt nur für Arzneitees dieser Zusammensetzung.

Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Die Dosierung richtet sich nach den Angaben des jeweiligen Arzneimittels. Extrakte sind nicht direkt miteinander vergleichbar.

Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Maßgeblich sind ausschließlich die Angaben in der Packungsbeilage. Dosierungen von Baldrian-Monopräparaten dürfen nicht auf Kombinationspräparate übertragen werden.

Definierter Trockenextrakt aus Baldrianwurzel







Arzneitee aus zerkleinerter Baldrianwurzel




Andere Trocken- oder Flüssigextrakte




Kombinationspräparate

400–600 mg je Einzeldosis. Bei leichter nervöser Anspannung bis zu dreimal täglich. Zur Unterstützung des Schlafs 30–60 Minuten vor dem Zubettgehen; bei Bedarf kann eine frühere Dosis am Abend eingenommen werden. Die Dosierung gilt ausschließlich für den in der EMA-Monographie beschriebenen Trockenextrakt.

0,3–3 g auf 150 ml kochendes Wasser. Die Anwendung richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsgebiet. Die Dosierung gilt nur für Arzneitees dieser Zusammensetzung.

Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Die Dosierung richtet sich nach den Angaben des jeweiligen Arzneimittels. Extrakte sind nicht direkt miteinander vergleichbar.

Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Maßgeblich sind ausschließlich die Angaben in der Packungsbeilage. Dosierungen von Baldrian-Monopräparaten dürfen nicht auf Kombinationspräparate übertragen werden.

Botanischer Name

Pflanzenfamilie

Medizinisch verwendeter Pflanzenteil

Typische Inhaltsstoffe

Häufige Anwendung

Darreichungsformen

Valeriana officinalis

Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Wurzel und Wurzelstock

Valerensäuren, ätherisches Öl, Sesquiterpene, Lignane

Leichte nervöse Anspannung und Unterstützung des Schlafs

Tabletten, Kapseln, Dragees, Tropfen, Tinkturen und Arzneitees

Definierter Trockenextrakt aus Baldrianwurzel








Arzneitee aus zerkleinerter Baldrianwurzel





Andere Trocken- oder Flüssigextrakte





Kombinationspräparate

Baldrian: Wirkung, Anwendung, Dosierung und Nebenwirkungen einfach erklärt

Botanischer Name

Pflanzenfamilie

Medizinisch verwendeter Pflanzenteil

Typische Inhaltsstoffe

Häufige Anwendung



Darreichungsformen

Valeriana officinalis

Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Wurzel und Wurzelstock



Valerensäuren, ätherisches Öl, Sesquiterpene, Lignane

Leichte nervöse Anspannung und Unterstützung des Schlafs

Tabletten, Kapseln, Dragees, Tropfen, Tinkturen und Arzneitees

Definierter Trockenextrakt aus Baldrianwurzel














Arzneitee aus zerkleinerter Baldrianwurzel







Andere Trocken- oder Flüssigextrakte







Kombinationspräparate

400–600 mg je Einzeldosis. Bei leichter nervöser Anspannung bis zu dreimal täglich. Zur Unterstützung des Schlafs 30–60 Minuten vor dem Zubettgehen; bei Bedarf kann eine frühere Dosis am Abend eingenommen werden. Die Dosierung gilt ausschließlich für den in der EMA-Monographie beschriebenen Trockenextrakt.


0,3–3 g auf 150 ml kochendes Wasser. Die Anwendung richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsgebiet. Die Dosierung gilt nur für Arzneitees dieser Zusammensetzung.


Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Die Dosierung richtet sich nach den Angaben des jeweiligen Arzneimittels. Extrakte sind nicht direkt miteinander vergleichbar.


Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Maßgeblich sind ausschließlich die Angaben in der Packungsbeilage. Dosierungen von Baldrian-Monopräparaten dürfen nicht auf Kombinationspräparate übertragen werden.

Baldrian: Wirkung, Anwendung, Dosierung und Nebenwirkungen einfach erklärt

Botanischer
Name

Pflanzenfamilie

Medizinisch verwendeter Pflanzenteil

Typische Inhaltsstoffe


Häufige Anwendung



Darreichungs-formen

Valeriana officinalis


Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Wurzel und Wurzelstock



Valerensäuren, ätherisches Öl, Sesquiterpene, Lignane

Leichte nervöse Anspannung und Unterstützung des Schlafs

Tabletten, Kapseln, Dragees, Tropfen, Tinkturen und Arzneitees

Definierter Trockenextrakt aus Baldrianwurzel


















Arzneitee aus zerkleinerter Baldrianwurzel









Andere Trocken- oder Flüssigextrakte











Kombinationsprä-parate

400–600 mg je Einzeldosis. Bei leichter nervöser Anspannung bis zu dreimal täglich. Zur Unterstützung des Schlafs 30–60 Minuten vor dem Zubettgehen; bei Bedarf kann eine frühere Dosis am Abend eingenommen werden. Die Dosierung gilt ausschließlich für den in der EMA-Monographie beschriebenen Trockenextrakt.


0,3–3 g auf 150 ml kochendes Wasser. Die Anwendung richtet sich nach dem jeweiligen Anwendungsgebiet. Die Dosierung gilt nur für Arzneitees dieser Zusammensetzung.


Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Die Dosierung richtet sich nach den Angaben des jeweiligen Arzneimittels. Extrakte sind nicht direkt miteinander vergleichbar.


Keine allgemeingültige Dosierung möglich. Maßgeblich sind ausschließlich die Angaben in der Packungsbeilage. Dosierungen von Baldrian-Monopräparaten dürfen nicht auf Kombinationspräparate übertragen werden.